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Wann zahlt die Rechtsschutzversicherung?

Die meisten Mandanten sind der Meinung, dass eine Rechtsschutzversicherung, sobald abgeschlossen, jeden Gang zum Anwalt bezahlt. Dass dem nicht so ist, zeigen unsere Erfahrungen.

Nach dem Entstehen des Problems abgeschlossene Rechtsschutzversicherung

Die Versicherung zahlt nur für Rechtsverstöße, in auch im Versicherungszeitraum eingetreten sind. Die meisten Versicherungen haben auch eine dreimonatige Wartezeit nach Abschluss des Versicherungsvertrages, in diesem Zeitraum erfolgte rechtliche Beratung wird durch die Versicherung nicht übernommen. Auch ist wichtig zu wissen „wann das Problem entstanden ist“: gehen Sie zum Beispiel im Jahre 2016 gegen einen Autoverkäufer vor, der Sie im Jahre 2013 über den Tachostand des Fahrzeugs getäuscht hat, so ist nicht das Jahr 2016 maßgeblich, sondern alleine ob Sie im Jahre 2013 versichert waren. Dieser Umstand hat aber auch etwas Positives: sollten Sie die Versicherung aus dem Jahre 2013 bereits gekündigt haben, muss sie nunmehr trotzdem für die Kosten einspringen.

Selbstbeteiligung

Eine Rechtsschutzversicherung nimmt man (hoffentlich) nicht oft in Anspruch. Da gerät es schnell in Vergessenheit, dass man bei Abschluss des Vertrages, um die Prämie niedrig zu halten, eine Selbstbeteiligung vereinbart hat. Die Selbstbeteiligung liegt meistens pro Fall bei 150 Euro, kann jedoch auch höher sein. Wenn die Kosten der anwaltlichen Beratung dem Gegner nicht auferlegt werden können, bleiben die Betroffenen in diesen Fällen auf der Selbstbeteiligung sitzen.

Vorbeugender Rechtsschutz

Sie wollen einen abzuschließenden Kaufvertrag auf die rechtliche Wirksamkeit prüfen lassen oder sich erkundigen, welche Rechte sie im Falle einer Krankheit gegen den Arbeitgeber haben? Hier gilt es: nur soweit Ihre subjektiven Rechte tatsächlich verletzt sind, zahlt die Rechtsschutzversicherung. Reine vorbeugende anwaltliche Beratung wird durch die Versicherungsverträge nicht abgedeckt.

Ausschlusstatbestände

Es gibt in den Versicherungsbedingungen zahlreiche Bereiche, die vertraglich von dem Versicherungsschutz ausgenommen sind. Im Bereich des Verkehrs sind es z.B. alle Taten, die vorsätzlich begangen werden.

Wenn Sie rechtsschutzversichert sind, dann werden wir kostenfrei zunächst für Sie prüfen, ob Ihre Angelegenheit auch versichert ist und eine Deckungsanfrage bei Ihrer Versicherungsgesellschaft stellen. Auch wenn Sie bereits eine ablehnende Entscheidung der Versicherung haben, können wir für Sie die Eintrittspflicht der Versicherung prüfen. Usere Kanzlei