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Kuriose und lustige Urteile aus der Rechtsprechung der Gerichte

Vor Gericht wird bekanntlich über alles gestritten. Ob es um Gartenzwerge mit nacktem Hintern geht (siehe unsere früheren Blogs), langsame Pferdewägen oder Reisemängel bei zwei getrennten Einzelbetten in einem Hotelzimmer.

Wir möchten Ihnen eine Mahnung vorstellen, die ein Makler in Versen verfasst hat.

Er schrieb an den seinen Auftraggeber:

Das Mahnen, Herr, ist eine schwere Kunst!
Sie werden’s oft am eigenen Leib verspüren.
Man will das Geld, doch will man auch die Gunst
des werten Kunden nicht verlieren.

Allein der Stand der Kasse zwingt uns doch,
ein kurz‘ Gesuch bei Ihnen einzureichen:
Sie möchten uns, wenn möglich heute noch,
die unten aufgeführte Schuld begleichen.

(Quelle: Urteilsgründe des LG Frankfurt Urteils vom 17.02.1982)

Das Gericht sollte entscheiden, ob solch eine „poetische“ Zahlungsaufforderung eine Mahnung im rechtlichen Sinne darstellt.

JA! Entschied das LG Frankfurt. Eine Mahnung könne auch in Versen abgefasst werden.

Daher scheuen Sie sich nicht einen Anwalt aufzusuchen, wir klären Sie auf welche Schreiben Sie ernst nehmen müssen und welche ein poetischer Quatsch  sind.