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Haftet die Deutsche Post im Falle eines Streiks für verspätete Briefe oder Sendungen?

Aktuell streikt die Deutsche Post immer öfter. Dabei werden doch auch wichtige Verträge per Post verschickt, die unbedingt fristgerecht eingehen müssen. Oder wie ist das mit einer Kündigung vom Arbeitgeber, die viel später dem Arbeitnehmer zugeht als sie sollte? Ist diese dann trotzdem fristgerecht zugegangen und damit die Kündigungsfrist in Lauf gesetzt? Oder haftet hier die Deutsche Post für die Verspätung?

Grundsätzlich gilt, dass die Post in solchen Fällen nicht  für die Verzögerung haftet. Ein Streik wird als höhere Gewalt angesehen und deshalb geht die Verspätung zu Lasten des Absenders.

Was anderes gilt, wenn es um Expressbriefe bzw. Expresssendungen geht. Denn hier wird eine Garantie für die fristgerechte Übermittlung an den Absender erteilt. Kommt die Sendung dann zu spät, haftet die Post. Allerdings werden (nach Angabe der Deutschen Post die) die Expresssendungsbereiche nicht bestreikt.

Wenn man als Absender bei einem Streik ganz sicher gehen will, sollte eventuell eine andere Übermittlungsfirma beauftragt werden. In manchen Fällen reicht auch ein Fax oder eine E-Mail aus. Zu den Formerfordenissen eines Vertrags oder einer Kündigung können Sie sich bei Unsicherheit immer vom Anwalt beraten lassen.