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Haftet der Vermieter für Wasserschäden beim Unwetter und Hochwasser?

Es gilt, dass der Vermieter für die Möglichkeit des vertragsgemäßen Gebrauchs der Mietsache unabhängig von seinem Verschulden einzustehen hat. Das heißt, der Mieter kann die Miete sogar bis zu 100 Prozent kürzen, wenn die Nutzung der Mieträume infolge der Überschwemmung ausgeschlossen ist. Sind die Mieträume vollständig zerstört, darf der Mieter den Mietvertrag auch fristlos kündigen.

Für die zerstörten Mobiliar und persönlichen Sachen muss der Vermieter den Schadensersatz jedoch nur dann leisten, wenn ihn hinsichtlich der Folgen des Hochwassers ein Verschulden trifft, d.h. er hat nicht für einen zumutbaren Schutz vor dem Wasser gesorgt. Dies wäre z.B. dann der Fall, wenn ein Rückstauventil nicht vorhanden oder mangelhaft gewesen wäre und der Wasserschaden alleine dadurch entstand.

Wenn der Vermieter jedoch kein Verschulden an dem Eintritt des Wasserschadens hat, kann der Schaden nur von einer Hausrats- bzw. Elementarschadenversicherung ersetzt werden, die vom Mieter selbst abzuschließen ist.

Welche Rechte Ihnen im Falle des Wasserschadens zustehen, können Sie von einem spezialisierten Rechtsanwalt für Mietrecht erfahren.