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Gefahren durch Glättebildung beim winterlichen Betrieb einer Selbstbedienungswaschanlage für Kunden bekannt.

Auf die Gefahr der Glätte müssen Kunden nicht gesondert hingewiesen werden, wenn sie im Winter eine Selbstbedienungswaschanlage aufsuchen.

Das OLG Hamm hatte folgenden Fall zu entscheiden:

Die Klägerin suchte im Winter eine Anlage auf, bei der man sein Fahrzeug selbst mit Hilfe einer Waschpistole reinigen  konnte. Gerade an diesem Tag herrschten Temperaturen um den Gefrierpunkt rum. Die Klägerin reinigte ihr Fahrzeug zunächst mit Hilfe einer Bürste und wollte sodann mit dem Abspülen von ihrem Wagen beginnen. Deshalb ging sie um das Fahrzeug rum. Dabei rutschte sie aus, weil nach ihren Angaben das Spritzwasser, das sich auf dem Boden befand an einigen Stellen bereits gefror. Die Klägerin brach sich dabei Lendenwirbel und die linke Hand und musste operativ versorgt werden. Von dem Betreiber der Waschanlage hat sie daher einen Schadensersatz in Höhe von 15.000 € verlangt.

Das OLG Hamm hat die Klage abgewiesen. Das Gericht führte unter anderem aus, dass der Kunde einer SB-Waschanlage wissen müsste, dass Waschwasser auf den Boden gelangt. Und natürlich müsste auch der Kunde damit rechnen, dass im Winter eben dieses Wasser auch gefrieren kann. Dabei braucht der Betreiber nicht einmal extra darauf hinweisen, weil sich dieser Umstand aus der allgemeinen Lebenserfahrung ergeben würde.