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Bis zu welchem Betrag hat der Mieter einer Wohnung die Reparaturkosten zu tragen?

Reparaturkosten Mieter Mietrecht

Grundsätzlich muss Vermieter für Instandsetzung und Instandhaltung der Wohnung zu sorgen und die Kosten dafür zu tragen. Es ist jedoch zulässig, mietvertraglich zu regeln, dass die Kosten der Kleinreparaturen an den Gegenständen, die einem häufigen Zugriff des Mieters unterliegen, wie z.B. Tür- und Fenstergriffe, Rolladengurte, Wasserhähne usw., vom Mieter zu übernehmen sind.

Wie hoch dürfen die Kosten der Kleinreparaturen sein?

Nach aktueller Rechtsprechung liegt die Höchstgrenze der angemessenen Kleinreparaturkosten bei ca. 75,00 € bis 100,00 € pro Einzelreparatur.

Überschreiten die Reparaturkosten diesen Betrag, so hat der Vermieter die Kosten vollständig zu bezahlen. Außerdem dürfen die Kosten der Kleinreparaturen, die der Mieter insgesamt pro Jahr zu tragen hat, den Gesamtbetrag von ca. 8 % der Jahreskaltmiete nicht überschreiten.

Werden im formularmäßigen Mietvertrag keine Obergrenzen der Kleinreparaturkosten pro Einzelfall oder pro Jahr vereinbart oder überschreiten sie die bezeichneten Höchstbeträge, dann ist die jeweilige Kleinreparaturklausel unwirksam und der Vermieter hat die Reparaturkosten im vollen Umfang zu tragen.

P.S. Nach dem Urteil des Amtsgerichts Zossen vom 11.06.2015, können die Kosten der Kleinreparaturen der Glasscheiben, Spiegel und Beleuchtungskörper nicht dem Mieter auferlegt werden, denn sie unterliegen nicht der Abnutzung in einem erhöhten Maße durch den Gebrauch und den häufigen Zugriff des Mieters unterliegen.

Ebenso können auf den Mieter nicht die Reparaturkosten der Wasser-, Gas- und Stromleitungen, die sich unter Putz befinden, auferlegt werden, da der Mieter auf sie gar keinen Zugriff hat.