Abfindung und Kündigungsschutzklage

Die Abfindung bei Kündigung des Arbeitsvertrags


Erhält ein Arbeitnehmer eine Kündigung, so hat er innerhalb von 3 Wochen seit Zugang (Datum des Schreibens ist irrelevant, es kommt ausschließlich auf den Zeitpunkt des Zugangs an) eine Kündigungsschutzklage vor dem zuständigen Arbeitsgericht zu erheben. Wird die Kündigungsschutzklage nicht innerhalb der 3-Wochenfrist erhoben, gilt die Kündigung als wirksam.

Wir empfehlen nach Kündigungserhalt sich sofort an einen Spezialisten zu wenden, um Erfolgsaussichten der Kündigungsschutzklage zu beurteilen. Achtung – 3 Wochen – Frist!


Abfindung

Die verbreitete Meinung, dass jedem Arbeitnehmer eine Abfindung zusteht und man auf Abfindung klagen kann, ist nicht ganz richtig.

Erhebt ein Arbeitnehmer eine Kündigungsschutzklage und geht der Arbeitgeber davon aus, dass seine Kündigung nicht als wirksam angesehen wird, so kann er, um das Prozessrisiko und ggfs. Annahmeverzugslohn zu vermeiden, eine Abfindung anbieten. Er hat auch die Möglichkeit im Falle der Unwirksamkeit der Kündigung die Kündigung zurückzunehmen und dem Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz weiter anzubieten.

Die Höhe der Regelabfindung für betriebsbedingte Kündigungen beträgt nach der gesetzlichen Regelung 0,5 des Bruttomonatsverdienste für jedes Jahr der Betriebszugehörigkeit. Je nach Erfolgsaussicht des Verfahrens kann der Arbeitgeber mehr oder weniger anbieten. Dies hängt von den Umständen des Einzelfalles, von dem Prozessrisiko des Arbeitgebers und von seinem Wunsch den Arbeitnehmer loszuwerden ab.