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Ist Pfefferspray in Deutschland verboten?

Nach den Übergriffen von Köln und in anderen Großstädten ist die Nachfrage nach Pfefferspray um ein vielfaches gewachsen.

In diesem Zusammenhang sind viele Menschen verunsichert, ob das Mitsichführen von Pfefferspray überhaupt erlaubt ist und unter welchen Umständen es auch eingesetzt werden darf.

Zunächst ist festzuhalten, dass das in Deutschland frei verkäufliche Pfefferspray dazu dient, sich vor Tieren zu schützen. Es wird daher auch als Hundeabwehrspray bezeichnet. Diese Verwendung muss auch auf der Dose stehen, sonst handelt es sich nicht um ein legales Produkt. Wenn es aber diese Kennzeichnung besitzt, ist der Besitz und auch das Beisichführen nicht verboten.

Der Einsatz gegen Menschen dagegen ist grundsätzlich nicht erlaubt, etwas anderes gilt nur in einer Notwehrsituation. Das heißt, wenn ein Bürger angegriffen wird und sich nicht anders wehren kann, darf er natürlich auch Pfefferspray, genau wie jedes andere Hilfsmittel, etwa den Regenschirm oder einen herumliegenden Stein, zur Verteidigung einsetzen.

Bei anderen Abwehr-Waffen, zum Beispiel Totschläger, Faustmesser, Schlagringe oder ähnliches ist schon der Besitz strafbar. Werden diese in einer Notwehrsituation eingesetzt, wird man zwar nicht wegen des Einsatzes bestraft, eine Bestrafung wegen des Besitzes ist aber wahrscheinlich.

Hinsichtlich des Pfefferspray gelten keine besonderen Altersbeschränkungen, sog. Freie Waffen, also insbesondere Gas- oder CO2 Waffen dürfen erst mit Erreichen des 18. Lebensjahres erworben werden. Der Besitz ist dann erlaubt, zum Führen bedarf es aber des sogenannten kleinen Waffenscheines, der beim Ordnungsamt erworben werden kann.