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Illegale Straßenrennen – was kommt auf mich zu …

IST DIE TEILNAHME AN ILLEGALEN AUTORENNEN IM STRASSENVERKEHR NICHT STRAFBAR?

Traurige Aktualität erfährt zur Zeit das Thema „Illegale Straßenrennen“. Es kam in letzter Zeit sogar zu tödlichen Verletzungen teilweise von Teilnehmern, teilweise von unbeteiligten oder Zuschauern.

Strafrechtlich ist die Teilnahme, unabhängig davon ob ein Unfall passiert, ebenfalls hochproblematisch. Die Staatsanwaltschaft deutschlandweit, insbesondere aber in Bayern, sind angehalten, hart durchzugreifen und stellen entsprechend hohe Strafanträge, denen bei Gericht oft genug gefolgt wird.

Andererseits ermöglicht der Vorwurf aber auch einige Verteidigungsansätze, insbesondere wenn nichts passiert.

Gegenstand des Verfahrens ist meist ein Vorwurf nach § 315 c Abs. 1 Nr. 2 StGB Straßenverkehrsgefährdung. Bei einem Verstoß gegen die sogenannten „7 Todsünden im Straßenverkehr“ droht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 5 Jahre.

Die Teilnahme an Rennen oder überhöhte Geschwindigkeit sind dort nicht unter Strafe gestellt, wenn der Geschwindigkeitsverstoß nicht an bestimmten Orten wie z.B. unübersichtlichen Stellen, Straßenkreuzungen Fußgänger- oder Bahnübergängen begangen wird.

Nur ein spezialisierter Anwalt kann nach Akteneinsicht die richtigen Tipps geben, wie man einem solchen Vorwurf richtig begegnen kann und aus einem strafrechtlichen Vorwurf ggf. ohne Bestrafung oder nur mit einer Verurteilung wegen einer Ordnungswidrigkeit herauskommt.

Sollte allerdings das Rennen nicht glimpflich ausgegangen sein, sondern Verletzungen oder gar der Tod eines Beteiligten zu verzeichnen sein, ist umso mehr anwaltliche Hilfe geboten, da unter Umständen (wie erst kürzlich im Bereich des LG Nürnberg-Fürth geschehen) eine Verurteilung sogar ohne Bewährung droht.